Uneven Structure - Februus
Uneven Structure aus Frankreich veröffentlichen mit „Februus“ ihr Debüt Album. Stilistisch sitzt die Band irgendwo zwischen den Stühlen des vertrackten Tech-Metals der Marke Meshuggah, der ausufernden Epik von Tool und der progressiven Verspieltheit von Pink Floyd. So startet das Album mit sperrigen, disharmonischen Riffs, geht aber schon bald in deutlich melodischere und wärmere Klanglandschaften über. Das Wechselspiel aus Härte und Melodie, sowie hektischen Grooves und atmosphärischen Klanglandschaften, klappt bei der Band sehr gut. So hält sie die Spannung in den Songs recht hoch. Was aber zu Beginn noch ansprechend erscheint, verliert leider recht schnell seinen Biss. Denn bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass die Band nur selten echte Akzente setzt. Sie wiederholt sich selbst sehr oft und recycelt insgesamt zu viel Meshuggah. Die Songs sind mit um die sechs Minuten damit meist zu lang. Die treibenden, härteren Momente sind definitiv die Stärken der Band. In den atmosphärischen Momenten jedoch fehlt das Charisma. Uneven Structure wirken hier oft orientierungslos. So beginnt die Platte zu langweilen, bevor man die Hälfte der Spielzeit erreicht hat. Schade, denn die Band ist prinzipiell sympathisch und auch technisch voll auf der Höhe. „Februus“ ist jedoch ein interessantes Debüt, mit dem die Jungs durchaus Aufmerksamkeit auf sich ziehen können. Es lohnt sich sicher, Uneven Structure zu beobachten und abzuwarten, was aus dieser Ecke in Zukunft kommt. (rg)




