Texas In July - One Reality
Genrekenner und -fans haben das Album wohl schon seit einiger Zeit über Importwege ins heimische CD-Regal befördert, für den europäischen Markt hat sich jetzt Nuclear Blast diesen Metalcore/Hardcore-Leckerbissen einverleibt und ihn mit einem neuen Bonustrack garniert. Nachdem sich das Label in Sachen Metalcore ja lange zurückgehalten hat, wurde da labelpolitisch wohl der Kurs korrigiert und jetzt vermehrt zugegriffen – We Came As Romans und Tasters seien hier als weitere Beispiele genannt. Melodische Gitarrenriffs, Breakdowns, super Soli, alles da, selbst die Instrumentaltracks machen Laune und halten das Level. Aber es gibt auch Wermutstropfen. Da ist zum einen die mit nur 33 Minuten doch recht knappe Spielzeit – aber prinzipiell immer lieber Killer, als Filler! Zum anderen fehlt mir da doch das gewisse Etwas, was die Band aus der Masse an ähnlich gelagerten Bands heraushebt. In der guten halben Stunde gibt es null Überraschungen oder gar Unkonventionelles. Dass die Band ihren Glauben recht deutlich vor sich her trägt, ist mittlerweile auch nix Neues mehr und hat auf die Wertung keinerlei Einfluss. Und zudem: die Band ist gar nicht aus Texas, sondern aus Pennsylvania! (tj)




