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Last View - Hell In Reverse

Label: ViciSolum Productions  •  VÖ-Datum: 27.09.2011 •  Genre: Metalcore / Melodic Death  •  Wertung:3,5 / 7

User-Wertung: keine  •  Oktober 2011

Kaum wurde die silberne Scheibe mit der Aufschrift „Hell In Reverse“ vom Player verschluckt, ballert ein orkanartiger Sturm aus den Boxen, der den Rezensenten ganz beachtlich durchfönt. Allerdings dauert diese Erfahrung nur wenige Sekunden, denn alsbald stellt sich eine Art Déjà-vu-Gefühl ein: Beinahe jedes Riff sowie etliche Songwendungen erscheinen dem beschlagenen Hörer mehr als vertraut. Last View aus Schweden haben auf ihrem Debütalbum eine beachtlich druckvolle Produktion, für die andere Bands unter Umständen sogar töten würden, verwirklicht. Auch die technische Beschlagenheit, die sich durch die gesamte Truppe zieht, ist nicht von schlechten Eltern, und man sollte meinen, dass die Platte bei solch einem Potential eigentlich nur der Hammer sein kann. Das stellt sich aber ziemlich schnell als fataler Trugschluss heraus, denn so gut die ganze Geschichte auch klingt, und so versiert die Schweden zur Sache gehen, in Punkto Eigenständigkeit und Kreativität liefern sie eine echte Nullnummer ab. Das Spielfeld des todesmetallisch angereicherten Metalcore wurde im vergangenen Jahrzehnt von etlichen Kappellen, die durchaus Maßstäbe für gute Musik setzen konnten, recht ausgiebig beackert. Genau in diese Kerbe schlagen die seit drei Jahren bestehenden Last View, die sich ganz ohne Scham bei Genregrößen wie At The Gates oder Dark Tranquillity anlehnen und versuchen, deren Erfolgsrezept zu kopieren. Dieser Suppe wird noch ein wenig Deathcore-Brutalität beigemischt, und fertig sind zehn (inklusive Bonustracks sogar zwölf) völlig nichtssagende Songs, die so trendorientiert und vollkommen profillos erscheinen, dass sie mit Stücken anderer Bands dieser Stilrichtung beliebig austauschbar sind. Zwar kann der Hörer dank der bereits gewürdigten, sehr guten Soundverhältnisse immer mal wieder ins Mitnicken verfallen, aber die Berechenbarkeit dieser Musik erschlägt alsbald jeden Hörgenuss mit schierer Langeweile. Nach mehreren Durchläufen wird es sogar zur echten Herausforderung, die Scheibe bis zum Ende durchzuhören. Somit ist „Hell In Reverse“ nur für Leute, die das letzte Jahrzehnt im musikalischen Winterschlaf verbrachten, zu empfehlen, und für alle anderen findet sich mit Sicherheit ein besserer Zeitvertreib. (cj)

2011-10-25 Helldriver Magazine Kaum wurde die silberne Scheibe mit der Aufschrift „Hell In Reverse“ vom Player verschluckt, ballert ein orkanartiger Sturm aus den Boxen, der den Rezensenten ganz beachtlich durchfönt. Allerdings dauert diese Erfahrung nur wenige Sekunden, denn alsbald stellt sich eine Art

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