Basanos - Cracking The Sledge
Basanos aus Wien orientieren sich stilistisch an Bands wie Pantera, Down und Hatebreed. Zumindest sagen sie das. Musikalisch wird stark groove-orientierter Neo-Thrash geboten, wie man ihn schon Ende der 90er gemacht hat. Die Jungs fahren dicke Riffs auf, grooven mächtig in mittleren Tempobereichen und drücken auch mal ganz gern auf die Tube. Die Bass Drum rollt beständig und auch eine gewisse Vorliebe für schwere New Orleans Riffs wird immer wieder offensichtlich. Dazu bellt ein ziemlich angepisster junger Mann. Man könnte meinen, dass zusammen mit der recht ordentlichen Produktion eigentlich alles im grünen Bereich sein müsste. Leider ist es das beileibe nicht. Bei „Cracking The Sledge“ hat man permanent den Eindruck, die Platte schon vor Jahren x-mal gehört zu haben. Von Bands, die denselben Vorbildern nachgeeifert haben und leider auch genauso wenige eigene Ideen haben. Obwohl sie recht tight runter gespielt werden, kann die Band nicht darüber hinweg täuschen, dass die meisten Riffs bestenfalls zweite Wahl sind. Auf jede gute Idee kommen mindestens zwei Parts, bei denen man nur noch den Kopf schütteln kann. Fremdschämen will man sich übrigens auch wegen des „Parental Advisory“ Aufklebers, den sich die Band selbst verpasst hat. Wann kapieren es eigentlich europäische Bands, dass es nicht cool ist, sich Sticker der amerikanischen FSK auf's Cover zu machen? Musikalisch so richtig stumpf und eindimensional erscheinen die Songs aber erst durch die Vocals. Diese haben keinerlei Charisma und wiederholen immer wieder einfachste Muster. Ganz schlecht reden will man die Band allerdings auch nicht. Die Platte im Schrank stehen zu haben ist völlig überflüssig, wenn man die Vorbilder schon hat, ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass die Band im Live Kontext Spaß machen kann. (rg)




