Fugitive Dancer - Brother From Another Mother
Die fünf Neu-Ulmer bzw. Augsburger plus Cellistin machen schon mal vom Start weg einiges richtig. Das geht schon beim schlichten Artwork los (Rorschach anybody?) und damit man ihnen ihre provinzielle/deutsche Herkunft erst gar nicht anhört, machen sie auch da gleich Nägel mit Köpfen. Hatten sie ihre Debüt-EP 2009 noch in Eigenregie aufgenommen, so buchten sie für's Album Holger Krzywon, der u.a. auch schon für Slut und The Notwist als Produzent tätig war. Und der hat ganze Arbeit geleistet; die 13 Songs, die wohl weitestgehend dem Indie-Sektor zuzurechnen sind, kommen erstaunlich fluffig, melodiös, schlicht aber doch irgendwie packend-drückend rüber. Und das alles recht unaufgeregt (vom Tempo her) und mit einem roten Faden der Melancholie, an dem das Cello natürlich nicht unwesentlichen Anteil hat. Das klingt hier und da angenehm nach Coldplay (man höre beispielsweise „Stairs“) oder gar Radiohead und auch die englischen Texte können sich sehen lassen – deswegen sind auf der Homepage auch einige zu lesen. Die Band findet man ganz einfach über www.fugitivedancer.com, sowie bei Facebook und Myspace, richtig aktuell halten sie letztere Seiten aber leider nicht, denn die vielen anstehenden Shows sind dort nicht gelistet… (tj)




