Black Country Communion - 2
So genannte Supergroups bleiben ja gerne mal hinter den durch massives Namedropping geschürten enormen Erwartungen zurück. Ob nun Audioslave (Rage Against The Machine + Soundgarden), Velvet Revolver (Guns N Roses + Stone Temple Pilots), Them Crooked Vultures (Led Zeppelin + QOTSA + Foo Fighters) oder auch Chickenfoot (Van Halen + Satriani + Red Hot Chili Peppers), richtig Überragendes war da nicht dabei. Umso erfreulicher, dass auch das zweite Album von Black Country Communion fraglos die Höchstnote verdient. Hinter dem Namen verbergen sich Joe Bonamassa (Gitarre), John Huges (Gesang und Bass, u.a. Deep Purple), Jason Bonham (Schlagzeug, Sohn des Led Zeppelin-Drummers) und Derek Sherinian (Keyboards, Dream Theater). Wer ob Letztgenanntem jetzt Frickelorgien befürchtet, kann sich entspannt zurücklehnen, hier regiert lässiger Rock der Extraklasse. John Huges singt wie ein junger Gott irgendwo zwischen Bon Scott und Chris Cornell und musikalisch schlägt hier mal wirklich das geballte Können des Lineups durch – und zwar weniger in Bezug auf technische Kunststückchen, sondern ob des tighten Spiels, den perfekt austarierten und arrangierten Songs und dem Groove. Ob's am jungen Bonham liegt, dass es bei „Save Me“ etwas nach Kashmir klingt? Egal, der Song ist mit den smart eingesetzten Streichern auf jeden Fall eines der vielen Highlights des Albums, genauso wie das fast schon wehmütige „Cold“ oder das mit coolem Southern Style versehene „Smokestack Woman“. (tj)




