Dampfmaschine - Bete zur Maschine
Dampfmaschine firmierten bis 2008 noch unter dem Namen Good Witch Of The South, unter dem sie zwei Alben aufnahmen. Dann wurde umfirmiert und auch die Sprache von Englisch auf Deutsch umgeschaltet. Nach einem Album auf Bitzcore wird die Band auf persönlichen Wunsch ihres Fans Bela B. Vorband der Ärzte in Linz, die EP „Stress & Hektik“ entstand aus einem Turbonegro Cover, das sich Happy Tom persönlich gewünscht hat und man spielt Touren mit Smoke Blow, Reagan Youth, Adolescents und Karma To Burn. Eine Menge Wind haben die Jungs also schon aufgewirbelt und Bela B. nennt die Band „die momentan wohl beste deutschsprachige Rockband“. So ganz unrecht hat er da nicht, wie das zweite Album „Bete zur Maschine“ zeigt. Musikalisch machen die Jungs ihr ziemlich eigenes Ding irgendwo zwischen Punk und bodenständigem Rock. Einflüsse von Turbonegro, MC5, Black Flag aber auch Queens Of The Stone Age sind deutlich spürbar. So ist der Sound meist recht hektisch und peitscht energisch nach vorne, gleichzeitig aber auch sympathisch schrullig und verdreht. Herzstück sind sicherlich die smarten deutschen Texte. Hier wird endlich einmal wieder gezeigt, wie man auf intelligente Art und Weise die deutsche Sprache einsetzen kann, ohne dass es gleich nach Rammstein oder Grönemeyer klingt. Songs wie „Mein neuer Hit“ oder „Unter Millionen“ haben echte Hitqualitäten, „Hektik“ klingt genau wie der Titel, während der hypnotische Titeltrack eine ganz andere Seite der Band zeigt. Aufgenommen wurde übrigens bei Claus Grabke, der dem Ganzen einen interessanten Sound verliehen hat. „Bete zur Maschine“ ist ein abwechslungsreiches und smartes Album, das sich keiner entgehen lassen sollte, der Abwechslung vom Einheitsbrei sucht. (rg)




