Battlecross - Pursuit Of Honor
Der skelettierte Hauptdarsteller auf dem Cover von “Pursuit Of Honor” erinnert latent an das Maskottchen von S.O.D. Man könnte vermuten, es bei Battlecross mit einer weiteren Thrash Revival Band zu tun zu haben. Doch das stimmt so nicht ganz. Zwar bezieht die 2007 gegründete Band aus Detroit definitiv einige Einflüsse aus dem Bay-Area Thrash der 80er, doch zu mindestens ebenso großen Teilen auch aus modernem Metal, Metalcore und Death-Metal. Nach einem kurzen Intro schindet die Band mit furiosen Gitarrenleads, derbem Geschredder und ebenso filigranen Soli Eindruck. Das Ganze wird dann in meist gehobenem Tempo vorgetragen und von variablen Vocals von Shouts über Grunts bis Screams begleitet. Battlecross liefern eine durchaus interessante Intrepretaion des Metals ab, die sowohl mit Eigenständigkeit, Härte und Dynamik punkten kann. Gängige Trends werden dabei komplett links liegen gelassen. Battlecross ziehen ihr eigenes Ding durch und tun dies auch technisch auf hohem Niveau. Trotz der vielen positiven Aspekte welche dieses Debüt bietet, lässt es auch einige Wünsche offen. Die Band kann zwar durchaus mit dem einen oder anderen eingängigen Riff aufwarten, insgesamt bleibt aber recht wenig von den Songs hängen. Hits sucht man vergebens und im Gegenteil wirken die Tracks oft etwas überfrachtet und ziellos. So rauscht das Album zwar mit vollem Dampf aber doch ohne bleibenden Eindruck zu hinterlassen am Hörer vorbei. In den Jungs steckt sicherlich eine Menge Potential, allerdings muss dieses noch besser kanalisiert werden. (rg)




