Jasta - Jasta
Jamie Jasta ist zweifellos ein sehr beschäftigter Mann. Doch scheinbar lasten ihn Hatebreed, Kingdom Of Sorrow, Buchprojekte und die Tätigkeit als Chef von Stillborn Records immer noch nicht voll aus. So hat er kurzerhand noch eine dritte Band gegründet. Deren erstes Album liegt nun vor. Wärend Hatebreed musikalisch recht klar umrissen sind und er die kreative Arbeit bei Kingdom Of Sorrow mit Kollege Kirk Windstein teilt, ist Jasta wie der Name schon sagt vor allem Jamies eigene Vision. Unterstützt bei der Umsetzung wird er von den Kingdom Of Sorrow Mitmusikern Nick und Charlie Bellmore. Das Album startet mit „Walk That Path Alone“, ein äußerst wütender Hardcore Smasher der so ähnlich sicherlich auch auf einem Hatebreed Album hätte stehen können. Doch schon beim zweiten Track „Mourn The Illusion“ wird klar, dass Herr Jasta sich hier tatsächlich kreativ austobt und keineswegs auf simplen Hardcore beschränkt. Der Song wartet mit sehr hymnischem Riffing und vor allem echtem Gesang auf den man in dieser Form noch nicht von Jasta gehört hat. Und er macht seine Sache gut. Der Track geht gut ins Ohr, hat Tiefgang und überzeugt. Im weiteren Verlauf der Platte fährt Jasta konsequent weiter eine Mischung aus dem was er kann und einer neu entdeckten Ader für Melodie und Gesang. Einige Songs erinnern an Hatebreed, andere an Kingdom Of Sorrow und viele beinhalten frische Ideen. So ist beispielsweise „Nothing They Say“ ein Hit der sehr im traditionellen Metal verwurzelt ist aber eben auch die typische Hatebreed Keule auf der Hinterhand hat. „Heart Of A Warrior“ ist andererseits eine Hardcore Hymne die jeden Pit zum überkochen bringen dürfte. Um den sehr abwechslungsreichen Charakter der Platte weiter zu unterstreichen hat sich Jasta reichlich Unterstützung allerlei Metal Prominenz eingeladen. Zu hören sind Randy Blythe und Mark Morton (Lamb Of God), Philip Labonte (All That Remains), Tim Lambesis (As I Lay Dying), Profi-Skater Mike Vallely und Zakk Wylde. Alle tragen spannende Aspekte zu den jeweiligen Songs bei. Insbesondere die giftigen Vocals von Randy Blythe bei „Enslaved, Dead Or Depraved“ sind eine echte Breicherung für das Album. Jamie Jasta hat mit diesem oft sehr mutigen Bandprojekt endgültig bewiesen, dass er keinesfalls auf einfachen Hardcore zu beschränken ist. Großartig. (rg)




