The Dead Lay Waiting - Almost Heaven
Wenn ich mir die aktuellen Promofotos von The Dead Lay Waiting anschaue und diese mit dem Cover ihres Debüts „We Rise“ vergleiche, fällt sofort auf, dass Sänger Luke immer noch die Haare schön hat und an eine Band aus unseren Gefilden erinnert, auf die man nicht näher eingehen will. Auch die restlichen Kids aus Swindon/England machen eher den Eindruck, voll Emo zu sein, als das, was sie einem auf ihrem zweiten Werk „Almost Heaven“ um die Ohren blasen. Ob es einfallsreich ist, zwei Intros zum Besten zu geben, bleibt allerdings fraglich. Doch welches Feuerwerk die Bubis danach zünden, lässt mich aufhorchen. Der Opener „This Day Will Be Your Last“ hat schon eine Menge zu bieten. Derber Metalcore mit keifendem Gesang und einem guten melodischen Mittelteil. Dicke, gut platzierte Breakdowns nicht zu vergessen. Der Folgesong „Take Me Away“, der etwas schneller ist und fast schon Blastbeats vorweisen kann, wird mit annehmbarem Cleangesang versetzt. Bei „Decaying King“ wird dann der Cleangesang gegen tiefe Growls ausgetauscht und fette Breakdowns zerfetzen den Song erneut. Der Refrain von „Burnt To Ashes“ macht sich gut und könnte so ähnlich auch von Bullet For My Valentine gesungen werden. „Open Your Fucking Eyes“ überzeugt mich nicht so, da Ähnliches auf dieser Scheibe schon um einiges besser gezockt wurde. „The Days I’m Gone“ und das Titelstück „Almost Heaven“ möchte ich noch erwähnen, die mir speziell aufgefallen sind, weil sie aus dem zu oft verwendeten gleichen Schema herausstechen. Als Fazit möchte ich mich folgender Phrasen bedienen: Solide Platte, die aber noch genug Luft nach oben hat. Die Jungs verstehen ihr Handwerk an den Instrumenten, aber auf die Dauer gesehen wirkt „Almost Heaven“ oft noch zu eintönig. Ab und an auftauchende Lichtblicke lassen hoffen. Beim nächsten Mal beim Songwriting noch eine Schippe draufgelegt und den obersten Punkterängen steht nichts mehr im Weg. Thumbs up und ab zum Frisör. (jh)




