The Wonder Years - I've Given You All and Now I'm Nothing
Das Debüt von The Wonder Years aus Philadelphia bot im letzten Jahr soliden, aber auch recht gesichtslosen Pop-Punk. Jetzt ist die Band mit einem neuen Album zurück und man muss ihr tatsächlich Wachstum attestieren. Zwar ist die Band ihrem Stil treu geblieben und fabriziert Songs, die deutlich in Hopeless Records typischen Pop-Punk Gefilden angesiedelt sind, doch klingt die Band heute deutlich erwachsener und eigenständiger. Ihre Talente als Songwriter wurden schon auf dem letzten Album nicht angezweifelt, doch was fehlte, war das gewisse Etwas. Genau das ist jetzt zu finden. Die Songs klingen ernsthafter, tiefgründiger und eben nicht mehr so beliebig. Sie haben deutlich mehr Ecken und Kanten, ohne dabei jedoch in Punkto Eingängigkeit Federn zu lassen. Schon nach wenigen Durchläufen haben sich die Songs im Gehörgang festgesetzt und bleiben dort auch eine Weile. Die Melodien klingen leichtfüßig, Hooks gibt es reichlich und der Gesang ist beileibe nicht mehr so glatt. Letzteres gilt auch für die Produktion von Steve Evetts, welche die positive Entwicklung weiter unterstreicht. Zwar wird auch das neue Album das Genre nicht völlig auf den Kopf stellen, dennoch ist die Platte sehr erfrischend in einem Umfeld, in dem in letzter Zeit sehr viele austauschbare Platten erschienen sind. Wer melodischen Punk mit viel Herz und Leidenschaft mag, macht hier nichts falsch. (rg)




