Mike Scott - Saturation Point
Mike Scott ist dem einen oder anderen vielleicht als Bassist der inzwischen aufgelösten englischen Punk Truppe Phinius Gage bekannt. Seitdem sich seine Band 2007 aufgelöst hat, versucht er seine musikalischen Visionen im Alleingang zu verwirklichen. Nach einigen EPs und Splits (u.a. mit Kevin Seconds) veröffentlicht er nun sein erstes volles Album. In der Tradition von Musikern wie Kevin Seconds, Chuck Ragan oder Mike Park schnappt er sich eine Akustikgitarre und trägt in die Welt, was ihn beschäftigt. Die Songs sind eine Mischung aus Folk und Punk. Hier und da bricht auch etwas Ska durch. Die Instrumentierung ist sehr dezent. Zurückhaltende Akustikgitarre, manchmal dezente Percussions und Mike Scott bekommt hier und da weibliche Unterstützung am Gesang. Auffällig ist vor allem der starke britische Akzent des Hauptakteurs, was durchaus Charme hat. Der Punk Background äußert sich vor allem in der Spielzeit der Songs. Miek Scott reißt 17 Songs in nur knapp 24 Minuten runter. So kommen nur wenige Tracks über eine Spielzeit von zwei Minuten hinaus. Das ist auch genau die Crux der Platte. Vieles klingt sympathisch und herzlich, doch bevor ein Songs sich wirklich entfalten kann, ist er vorbei. So gibt es auf der Platte kaum Hooks, die hängen bleiben, keine Refrains, die sich festsetzen und generell ist die Platte vorbei bevor sie irgendeinen bleibenden Eindruck hinterlassen konnte. Hinzu kommt, dass sich im Grunde kaum aufregende Songideen wiederfinden. Die Songs verlaufen alle sehr ähnlich. Scott schrammelt auf seiner Gitarre ein paar Griffe runter und singt eine oder zwei Strophen mit seiner nasal nörgelnden Stimme. Fertig. Das reicht einfach nicht für ein schlüssiges Album. Sorry. (rg)




