Anchor - Recovery
Ancor aus Schweden setzen sich aus ehemaligen Mitgliedern von bei uns eher unbekannten Bands wie The Smackdown, Balance, Dead Vows, Damage Control und Set My Path zusammen. Die Band besteht seit vier Jahren und war seitdem nicht müde zu touren. Sie beackerten Europa genauso wie Nordamerika und brachten es seit ihrem Bestehen auf knapp 300 Shows. Nicht schlecht. Ihr Album „Relations of Violence“ erschien bei Refuse Records. Der Nachfolger nun bei Let It Burn. Stilistisch ist die Band ganz klar im Hardcore verwurzelt. Paralellen zu Bands wie Comeback Kid, Verse und Judge sind nicht von der Hand zu weisen. Etwas versteckter aber durchaus wahrnehmbar sind Einflüsse von ihren Landsleuten von Entombed und Skitsystem. Letztere äußern sich in der metallischen und oft düsteren Ausrichtung. So fahren die Jungs immer wieder recht schwere Riff Geschütze auf, die sie smart in energischen Hardcore einbetten. Ancor machen modernen Hardcore wie er sein soll, jederzeit als solcher zu erkennen und insgesamt sicherlich keine Kernphysik, aber eben auch ausgestattet mit cleveren Arrangements und zündenden Songideen. So lässt es die Band auch immer wieder etwas nachdenklicher angehen, bevor sie die nächste Moshpit Bombe zünden. Zudem ist das Album voller mitreißender Energie, ehrlicher Wut und packender Spielfreude. Hier passt tatsächlich alles zusammen. Bevor man sich versieht, werden Sing-alongs mitgebrüllt und finger gepointet. Stark. (rg)




