Sonne Adam - Transformation
Sonne Adam stammen aus Israel und ihre “Armed With Hammers” konnte im deutschen Rock Hard den Titel „Demo des Monats“ gewinnen. Auch Century Media wurde auf die Band aufmerksam und nahme sie direkt unter Vertrag. Der „sonnige“ Klang des Bandnamens im Deutschen führt jedoch auf die falsche Fährte. Die Übersetzung aus dem Hebräischen passt schon besser. Sonne steht für Hass und Adam für Mensch. Das entspricht schon deutlich besser dem Naturell der Band. Geboten wird extrem düsterer Old-School Death-Metal. Von moderner Raserei im Genre halten die Jungs nicht viel. So spielen sich ihre Songs in schleppenden Doom Tempo Bereichen ab. Knarzige Riffs werden mit bodenständigem Schlagzeugspiel kombiniert, während Frontmann Dahan bösartig dazu röchelt. Das Ganze klingt sehr reduziert und lebt vor allem von seiner fiesen Atmosphäre. Die Band selbst gibt als Einflüsse das „Gothic“ Album von Paradise Lost an, was sich vor allem in dem rohen Sound fernab jeder Hochglanzpolitur wiederspiegelt. Weiterhin ist die Band nach eigener Angabe großer Fan des Morbid Angel Songs „God Of Emptiness“, auch das ist den Songs deutlich anzuhören. „Transformation“ klingt sehr old-school, aber auch gleichzeitig recht originell. Atmosphäre wird bei Sonne Adam groß geschrieben und so scheinen sich alle Bemühungen der Band darauf zu konzentrieren, möglichst bösartig und düster zu klingen. Das macht einerseits Laune, führt aber leider auch dazu, dass die Band recht limitiert klingt und sich stark wiederholt. Auch fehlen auf dem Album wirklich packende und große Songs. Trotzdem ist „Transformation“ sicher ein interessantes Album, das aufgrund seiner Machart definitiv Liebhaber finden wird. Auch Fans der späten Celtic Frost bzw. Trypticon dürften an dem Album Gefallen finden. Der ganz große Wurf ist den Exoten aber nicht gelungen. (rg)




