Black Haven - Harmbringer
Black Haven aus Belgien haben mit ihrer EP „The Cleansing Storm “ 2007 einen recht guten Eindruck hinterlassen. Jetzt, gut vier Jahre später, veröffentlicht die Band ihr erstes Album. Ihr Sound ist eine derbe Mischung aus Entombed, Integrity und Cursed. Sehr düsterer Hardcore mit Einflüssen aus Rock´n Roll und Metal. Eröffnet wird mit dem Groove Monster „Lucifer“. Die Band geht ungeschliffen mit fett bratzenden Riffs zu Werke. Deutlich rockiger ist der nächste Song „The Beyond“. Frontmann Bram Cluyze versucht sich neben seinem heiseren Geschrei auch an melodisch angehauchten Vocals, was recht unkonventionell klingt aber durchaus funktioniert. Immer wieder schleichen sich melodische Gitarrensoli in den ansonsten sehr Riff dominierten Sound. Die Band zeigt durchaus, dass Songwriting aus dem Lehrbuch nicht ihr Ding ist und wartet immer wieder mit unerwarteten Ideen auf. Mal wildert die Band eher in derben Sludge und Doom Gefilden, mal im straighten Hardcore, dann wieder mit einer extra Prise Rock – immer wieder auch mit melodischen Elementen. Das bewirkt, dass die Platte einerseits nicht langweilig wird, andererseits ergibt es aber auch einen leicht zerfledderten Gesamteindruck. Weiterhin kann es nicht über die Tatsache hinweg täuschen, dass viele der Riffs nicht unbedingt originell sind und sich oft wiederholen. Trotzdem ist „Harmbringer“ ein cooles Album einer Band, die sicherlich viel Potential und vor allem den Mut hat, vom Standard abzuweichen. Die raue, knarzige Produktion passt darüber hinaus gut zum Charakter der Platte. Wer auf Intrgrity und Konsorten steht, sollte Black Haven ohne Frage eine Chance geben. (rg)




