Kingdom - Hemeltraan
Kingdom aus Belgien bestehen aus Mitgliedern von Amenra und Black Heart Rebellion. Nach der selbstbetitelten EP veröffentlichen sie nun ihr erstes volles Album. Die Platte startet ähnlich zurückhaltend und bedrohlich wie die EP. War der erste Song der EP noch von einem Brummton geprägt, ist auch auf „Hemeltraan“ für die ersten acht Minuten ein düsteres Intro-Geräusch zu hören. Für meinen Geschmack deutlich zu lange. So richtig los geht das Album also mit dem zweiten Track „Ruina. Where Man Go To Die“. Hier ist dann alles in Butter. Der Track startet sehr ruhig und verspielt, baut sich dann aber immer opulenter und bedrohlicher aus. Das ganze Album lebt von solchen langsamen Steigerungen und dem Spiel mit lauten und leisen Klängen. Auf Vocals wird bei Kingdom abgesehen von klagendem Seufzen in „The Rivers Rage“ verzichtet, doch auch ohne diese schafft es die Band, packende Klanglandschaften zu zeichnen. Leises Geklimper, düstere Soundmuster, schwere Riffs und leichtfüßige Melodien tauchen immer wieder auf. Zwar hat das Album eine sehr düstere und melancholische Grundstimmung, viele Passagen klingen aber geradezu federleicht, während andere mit grimmigen Lavariffs zuschlagen. Die Band baut gekonnt eine dichte Atmosphäre auf. Allerdings sei auch gesagt, dass unter'm Strich nur wenige echte Songs auf der Platte sind. Die Fünf Tracks beinhalten besagtes Intro, sowie „A Quiet“ was ebenfalls fast acht Minuten lang hauptsächlich brummt. Insgesamt ist „Hemeltraan“ aber ein spannendes Album für alle Fans von Bands wie Amenra, Cult Of Luna oder Neurosis. (rg)




