Future Fluxus - Fuck The Universe And Say Yeah!
Manchmal mag man Bands bzw. ihre Alben schon, bevor man auch nur einen Ton von ihnen gehört hat. In diesem Fall punktet also einerseits die Kate Mosh-Vergangenheit und andererseits knorke Titel, wie etwa der des Albums oder auch einzelner Songs wie etwa „Angermouse“, „Peter Plan Vs. Future Fluxus“ und „Loudsneaker“. Musikalisch ist das eher die Liebe auf den zweiten Blick, aber allzu einfache Eroberungen sind ja auch eher weniger lockend, oder? Nach einer ersten EP und annähernd 50 Shows 2010 schieben die vier Berliner jetzt also ihr Debüt nach. Vertrackt, eruptiv, noisig, aber alles nicht im Metal- sondern eher im Indiebereich, also eher Mathrock als Mathcore. Die Verstärker voll aufgerissen und geschrieen wird hier immer wieder gerne, aber auch wenn die Combo meist die eigenen Stimmungsschwankungen zu vertonen scheint und Hakenschlagen wohl zum liebsten Hobby erkoren hat, gibt es wohl offensichtlich auch die ruhigen, schönen, straighten Momente in ihrem Leben, denn bei einem Track wie „Semicolon Bracket Close“ erwartet der Hörer – geschult und gestählt von den vorherigen Tracks – erneut einen oder gar mehrere fiese Haken, aber das bleibt völlig aus, die Nummer ist komplett eingängig und gelungen! Die Band könnte in ihrer überraschenden, tiefgreifenden Art zu einem geschätzten Freund werden, der Einen enorm fasziniert, ab und an aber auch mal ordentlich anstrengt; da Positives aber deutlich überwiegt, nimmt man das jedoch gern in Kauf. Tolles Artwork auch. Und in der limitierten Erstausgabe kommt's wohl im DIY-Origami-Modus daher, Respekt! (tj)




