Supercharger - That´s How We Roll
Supercharger aus Dänemark veröffentlichten mit „Handgrenade Blues“ im letzten Jahr ihr Debüt. Jetzt legen sie mit „That´s How We Roll“ eine Schippe nach. Das Debüt hatte zwar viele Zutaten die ein gutes Album haben muss, was aber fehlte waren die wirklich starken Songs. Auf „That´s How We Roll“ versucht der Fünfer genau hier anzusetzen und es besser zu machen. Stilistisch ist sich die Band treu geblieben und verbindet verschiedene Aspekte des traditionellen Rock´n Roll mit einem Hauch Metal und einer kräftigen Produktion. Die Landsmänner von Volbeat lassen grüßen, wobei Supercharger bei weitem nicht so originell klingen und eben noch deutlich stärker im Rock´n Roll verwurzelt sind. So werden kernige Riffs mit beschwingten Beats kombiniert, die Gitarren heulen, die Beats grooven und die Vocals sind betont lässig. Dicke Eier in engen Jeans einerseits, aber auch ein Sinn für Melodie andererseits. Das Album ist recht vielseitig ausgefallen. Es sind sowohl straight nach vorne pumpende Songs zu finden als auch ruhigere Nummern. In „Mrs. Ferguson“ beweist die Band eine Vorliebe für Country. Rockabilly Einflüsse blitzen immer wieder durch. So wirkt das neue Album deutlich durchdachter, zeugt aber auch von mehr Kreativität. Die Band ist mit Spielfreude und Energie bei der Sache und die Vocals besitzen durchaus Charisma. Die ganz großen Hits sucht man noch immer vergeblich, doch geht der größte Teil der Songs schon recht gut ins Ohr. Deutliche Verbesserung im Hause Supercharger also. Wer auf harten Rock im modernen Gewand, ohne die traditionellen Trademarks des Sound zu vergessen, steht, findet hier genau das Richtige. (rg)




