Incarnate - Hands Of Guilt / Eyes Of Greed
Incarnate aus den Niederlanden veröffentlichen mit „Hands Of Guilt / Eyes Of Greed“ bereits ihr zweites Album. Das Debüt „A Dark Age Of Lies“ löste 2006 nicht gerade Begeisterungsstürme aus, doch fünf Jahre sind eine lange Zeit und Incarnate wären nicht die erste Band, die sich enorm steigert. Ihrem Stil ist die Band treu geblieben. Es wird Hardcore mit Thrash gemischt, wobei der Schwerpunkt auf schweren Moshriffs liegt. Die Vocals bestehen aus heiserem Kreischen und tiefen Growls. Die neuen Songs spielen sich meist im unteren Tempobereich ab. Immer wieder werden stimmungsvolle Samples in die Songs gemischt. Man hat den Eindruck, dass die Jungs sich bemühen, ihre Songs interessant zu gestalten. So wird immer wieder mit metallischen Leads oder kleinen Melodien die ansonsten auf simplen Mosh-Riffs aufbauende Songstruktur aufgepeppt. Schon nach wenigen Songs ist aber klar, dass es bei dem Versuch bleibt. Incarnate verfügen weder über die spielerischen Fähigkeiten noch die Kreativität aus den Songs etwas anderes als stupidesten Moshcore heraus zu holen. Das Riffing bleibt trotz der Bemühungen absolut eindimensional. Die Thrash Riffs haben wir in den 80ern schon besser gehört und so wie es scheint, hat die Band insgesamt nur 'ne Handvoll Gitarrengriffe auf dem Kasten. Technische Mängel liegen absolut offen. Das Timing stimmt oft hinten und vorne nicht, Breaks werden verschleppt und Einsätze scheinbar verschlafen. Das Ergebnis ist schon nach kurzer Zeit gähnende Langeweile. Die völlig uninspirierten und kaum artikulierten Vocals nerven nach kurzer Zeit. Den Rest besorgt die akzentfreie Produktion. Mit ihrem neuen Album haben sich Incarnate also in keiner Weise verbessern können. Schwach. (rg)




