Blackguard - Firefight
Blackguard aus Kanada gewannen 2008 einen Bandwettbewerb, der ihnen einen Plattenvertrag bei Nuclear Blast einbrachte. Dort erschien 2009 dann auch das erste Album „Profugus Mortis“. Nuclear Blast hat die Band inzwischen wieder fallen lassen und das Zweitwerk „Firefight“ erscheint nun bei Victory Records. Für das Label aus Chicago ist Metal zwar nicht wirklich Neuland, doch Blackguard sind deutlich stärker vom traditionellen Metal geprägt als das bei den meisten Labelmates der Fall ist. So orientieren sich die Kanadier stark an schwedischem Melodic-Death Metal und auch symphonische Keyboard Einsätze sind ein fester Bestandteil ihres Sounds. Viel Wert wird auf die Gitarrenarbeit gelegt. Viele Melodien und teilweise ausufernde Soli werden fast schon aufdringlich zur Schau gestellt. Daneben gibt es Einflüsse von Folk-Metal und auch der Metalcore zeigt sich immer wieder. Blackguard erwecken oft den Eindruck, als ob sie gar nicht richtig wüssten, was sie wollen. Die Songs sind mit allem möglichen vollgestopft. Man will melodisch und verspielt sein, andererseits aber auch brutal und straight. Die Band hat nicht die richtige Balance gefunden und so scheint das Album weder Fisch noch Fleisch zu sein. Immer wieder verlieren sie den roten Faden und die Songs kommen selten auf den Punkt. Hinzu kommt, dass das derbe Gekeife von Frontmann Paul blutleer wirkt und es an Charisma mangelt. Weiterhin wirkt das Gitarrengedudel reichlich ziellos und wenig inspirierend. Auch die seltsam klingenden Drums dienen dem Album in keinster Weise. Positiv ist anzumerken, dass die Band immerhin versucht, stilistisch ihr eigenes Ding durchzuziehen. Das reicht aber leider nicht um die Platte aus der Unterdurchschnittlichkeit zu retten. (rg)




