…And You Will Know Us By The Trail Of Dead - Tao Of The Dead
Nach dem 2006er Album „Worlds Apart“ gab es dicke Luft mit dem Major-Label und AYWKUBTTOD gründeten in der Folge ihren eigenen Labelladen namens Richter Scale. Es folgte das puristisch-transparente, weil ohne viel Studioschnickschnack eingespielte, „The Century Of Self“ und 2011 gibt’s jetzt also „Tao Of The Dead“. Mittlerweile ist die Band wieder von Quintett auf Quartett-Größe geschrumpft, was sich im Sound aber nicht wiederspiegelt. Mit dem siebten Album kehrt die Band so ein bisschen zu den Großtaten ihrer Anfangstage zurück, man hat das Gefühl, dass ihnen das Material locker von der Hand ging und sie mit Freude bei der Sache waren – es kann aber auch sein, dass der zurückgekehrte Produzent Chris Smith da einen gewissen Einfluss hatte – er war ja auch für das selbstbetitelte Debütalbum von 1998 verantwortlich. Die Band heutzutage auf ein Genre festzulegen ist gänzlich unmöglich, da haben Pink Floyd ein Wörtchen mitzureden, ebenso wie auch Rush, Steppenwolf und natürlich auch Krautrock, Indie und Alternative. „Source, Tags & Codes“ von 2002 hat für mich immer noch die Nase vorn, aber „Tao Of The Dead“ unterstreicht, dass die Band noch viel zu sagen hat und auch im 16. Jahr ihres Seins relevant ist. Das Artwork erinnert sofort an Jules Verne & Co., Steampunk heißt das dann wohl. Es sei übrigens jedem empfohlen sich die limitierte Doppel-CD-Ausgabe des Albums zu kaufen, da gibt’s noch ne 33seitige Kurzgeschichte und einen Auszug des Comics zum Album dazu und zudem ist das Werk so zu erleben, wie sich die Band das ursprünglich vorgestellt hat: als ein Track! Für die üblichen Marktgesetzte wurden das Material dann mit Fade-ins und Fade-outs versehen. Im März/April touren sie auch wieder bei uns – was an sich ja schon 'ne gute Nachricht ist, dass sie das aber zusammen mit Rival Schools tun, macht es dann aber schon fast zur Pflichtveranstaltung. (tj)




