Satanic Syndrome - Ein Traum in Rot
Erst 2007 gegründet, gab's schon 2008 mittels der EP „Schmerz“ eine erste Veröffentlichung zu besprechen und zwei Jahre später legt die Combo nun ihr erstes Album vor. Schon das in rot gehaltene Artwork macht absolut neugierig und mit Alex Krull (u.a. Atrocity, End Of Green) hat man sich auch einen renommierten Produzenten geleistet und so sollte zumindest soundtechnisch alles in bester Butter sein. Ist es beim ersten Höreindruck dann aber gar nicht so unbedingt. Das Schlagzeug klingt erstaunlich seelenlos, fast schon programmiert und die Gitarren kommen viel zu dünn und beim Opener „Lebensangst“ sogar etwas schräg rüber. Der Song ist mit über fünf Minuten auch etwas zu lang geraten, weiß aber mit textlichen Passagen wie „Ich hab keine Angst zu sterben, ich habe Angst vor dem Leben“ zu überzeugen. Melodic Dark Metal nennt die Band ihren Sound, was meines Erachtens aber etwas in die falsche Richtung führt, denn das lässt den doch vorherrschenden Black Metal-Anteil irgendwo im Spannungsfeld zwischen Endstille und Ensiferum irgendwie außen vor. Die meisten Songs wenden allesamt ein ähnliches Rezept an und reißen nicht gar so mit, der Titeltrack und auch „Im Mond der Nacht“ sind etwas abwechslungsreicher und überzeugen dann auch halbwegs. Das Album ist eine eindeutige Weiterentwicklung, die Band hat vieles richtig gemacht, krankt aber hier und da noch etwas am Schema-F-Vorgehen beim fast immergleichen Gesang, dem Songwriting und am erstaunlich lauen Sound. (tj)




