Earth Flight - Blue Hour Confessions
Schweden, Finnland, England, meinetwegen Amerika – aber Deutschland? Tatsächlich, aus dem fränkischen Nürnberg kommen Earth Flight, die, von mir leider völlig unbeachtet, bereits seit 2004 am Werkeln sind. „Blue Hour Confessions“ punktete bei mir bereits beim Auspacken, denn der Grafikstil hat mich sofort an Tiamats „Wildhoney“-Album erinnert und – Bingo! – Kristian Wahlin hat's gemacht. Genau wie diverse Albenartworks von u.a. Therion, Extol, Dark Tranquility, Amorphis und, und, und. Und das geschmackssichere Händchen zieht sich konsequent durch „Blue Hour Confessions“: ob nun stilistisch, in Sachen Songwriting bis hin zum Bandnamen, der sich bei einem Song der Doom-Veteranen Pentagram bedient. Um hier die wichtigsten Soundkoordinaten noch abzustecken, mal eben drei (ganz, ganz große) Koordinaten aus der Hüfte: Led Zeppelin (Gesang), Black Sabbath (Musik) und Katatonia (Melancholie). Es ist an sich ja schon cool, wenn man als Band mit einer der genannten Bands in Zusammenhang gebracht wird, aber die Nürnberger verdienen tatsächlich alle drei, word! Die Songs verrennen sich auch nie, klingen nie in der Vergangenheit hängen geblieben sondern stehen mit beiden Beinen – breitbeinig natürlich – im Hier und Jetzt. Das ist ein erstes Genre-Kleinod im noch jungen Jahr, bitte unbedingt anchecken! (tj)




