Vargrimm - Des Wolfes Zorn
Die 2008 gegründeten Vargrimm lassen mit ihrem Debüt „Des Wolfes Zorn“ einen ordentlichen Wutbrocken auf die Menschheit los. Thematisch befassen sich die fünf Germanen mit der nordischen Sagenwelt. Musikalisch wird eine solide Mischung aus Black- und Viking-Metal geboten, die einerseits überraschend eingängig und andererseits mit Disharmonien bestückt ist. Die Texte sind ausnahmslos in deutscher Sprache verfasst. Das Songwriting begnügt sich mit dem gemütlichen Dahinschippern in Midtempogewässern ohne das Gaspedal mal so richtig durchzutreten, was auf die Dauer etwas unspannend ist. Die gekeiften Vocals auf „Des Wolfes Zorn“ erinnern sehr stark an den Sodom-Frontmann Tom Angelripper, wobei man auch teilweise durch clean gesungene Passagen wie in „Vom Vater zum Sohn“ durchaus überzeugend für Abwechslung sorgt. Für eben diese Abwechslung sorgen Vargrimm auch in instrumentaler Hinsicht, da immer wieder akustische Gitarren eingebunden werden. Ein wirkliches Highlight ist „Flackerndes Feuer“, ein kurzes, akkustisches Stück, indem ein Kinderchor von mittelalterlichen Flöten begleitet wird. Dieser Silberling wird als Standard Jewel Case CD und als limitiertes Digi Pack mit einer akustischen Version von „Lied der Valküre“ in den Läden stehen. Im Großen und Ganzen ist „Des Wolfes Zorn“ eine gelungene Scheibe, der zwar ab und zu etwas Schub fehlt, die aber definitiv für den einen oder anderen Durchlauf gut ist. (jb)




