Turisas - Stand Up And Fight
Nach zahlreichen Tourneen melden sich die finnischen Vikinger Turisas mit ihrem dritten Longplayer „Stand Up And Fight“ zurück. Was keinesfalls in Frage gestellt werden kann, ist, dass Turisas eine schier unglaubliche Entwicklung gemacht haben. Diese Entwickliung wird zwar bei weitem nicht jedem Mitstreiter gefallen, aber die Geschmäcker sind glücklicherweise verschieden. Der Vorgänger „The Varangian Way“ war zweifellos ein Meisterwerk in Sachen Bombast. Es fehlte weder an den symphonischen noch and den metallischen Elementen. „Stand Up And Fight“ widerum könnte beinahe als Metal-Musical durchgehen. Ungeahnte orchestrale Welten eröffnen sich dem geneigten Hörer, der sich erneut binnen Sekunden beispielsweise in einem Drachenschiff auf Piratenjagd (Hunting Pirates) wiederfindet. Vor allem die klassischen Instrumente wurde mit viel Liebe zum Detail arangiert, was dem Album mit einer Spielzeit von lediglich ca. 45 Minuten eine unglaubliche Tiefe verleiht. Die neue Langrille von Turisas kann in Sachen Komplexität und Bombast den hervorragenden Vorgänger sogar toppen. Doch genau hier bewegen sich die Finnen auf einer nicht ungefährlichen Gratwanderung, denn einigen Fans dürfte das definitiv ein Schritt zuviel sein. „Stand Up And Fight“ ist kein Album, das sich nebenbei hören lässt. Um die ganze Dimension dieses Silberlings zu erfassen, muss man sich Zeit nehmen, sich auf den Plot konzentrieren und sich mit dem ersten Durchlauf keinesfalls zufrieden geben. Dieses Album wächst und wächst. Für mich ein grandioses Werk, das zweifellos für Überraschungen sorgt. Ob diese positiv oder negativ ausfallen liegt an euch. (jb)




