Omnium Gatherum - New World Shadows
Die Finnen von Omnium Gatherum sind keine Unbekannten mehr in der europäischen Metal Szene. Die Band veröffentlichte bereits vier Alben sowie eine EP über so illustre Labels wie Nuclear Blast, Candlelight und Rage Of Achilles. Für ihr fünftes Werk ist die Band nun zu Lifeforce gewechselt. Das neue Album folgt direkt auf „The Redshift“, mit dem die Band in ihrer Heimat sogar zu Chart-Ruhm gekommen ist. In der Tat wirft der Vorgänger einen langen Schatten an dem sich die Band messen muss. Statt jedoch zu versuchen einen zweiten Teil zum Vorgänger zu schreiben, begibt sich die Band auf leicht modifizierte Wege. Die Truppe kombiniert grundsätzlich melodischen Death-Metal mit düsterem Dark Metal, einem Hauch von nordischem Folk mit reichlich Progressivität zu einem sehr interessanten Gebräu. So klingt die Band nicht selten nach einer Mischung aus alten Amorphis und Dark Tranqillity mit einem Schuss In Flames und einer Ladung Dream Theater. Neu im Sound sind die oft symphonisch angelegten Elemente. Die eindeutige Stärke, die auch den Vorgänger auszeichnete, sind sicherlich die leichtfüßigen Gitarrenmelodien zum Reinlegen, die sich scheinbar endlos ausbreiten. Davon gibt es auch auf „New World Shadows“ genügend zu hören. Für ein paar Überraschungen sorgen die einen oder anderen elektronischen Einschübe. Insgesamt wirkt das Album jedoch deutlich schwerfälliger und sperriger als der Vorgänger. So braucht man schon eine paar Durchläufe bis man in das Album findet. Die überlange Spielzeit der Songs ist da auch nicht gerade zuträglich. Zumal sich diese nicht unbedingt durch tolle Ideen sondern eher durch Wiederholungen erkauft werden. So ist nicht alles Gold was glänzt auf der Platte und neben einigen wirklich tollen Momenten findet sich auch immer wieder der eine oder andere Lückenfüller auf der Platte wieder. Das Niveau ist dennoch sehr weit oben angesiedelt und man kann meist ein Auge zudrücken. Unterm Strich kommt ein solides melodisches Death Metal Album heraus. (rg)




