City Light Thief - Laviin
City Light Thief stammen aus Grevenbroich und veröffentlichen mit “Laviin” ihr erstes Album. Stilistisch sitzt die Band irgendwo zwischen den Stühlen von Pop-Punk, Hardcore und Indie. Donots meets At The Drive-In meets Crime In Stereo umreißt das ganze grob. Treibende Drums werden von quirligen Gitarren umspielt. Melodischer Gesang wird von wütendem Geschrei begleitet und von reichlich Background Chören unterstützt. Der Sound klingt auf Anhieb interessant und definitiv eigenständig. Trotz eines sehr melodischen Ansatzes klingt das Ganze recht kantig und unkonventionell. Die Band hat einige sehr coole Ideen. Unerwartete Breaks sowie fordernde Melodien und Arrangements hört man immer wieder. Die Vocals sind stark auf Mehrstimmigkeit ausgelegt, was die Songs weiterhin interessant macht. Die Band macht auf „Laviin“ sicherlich vieles richtig und ist originell. Besonders Letzeres kann immer seltener über eine Band gesagt werden. Doch es ist nicht alles in Butter. Den Songs fehlt oft die nötige Griffigkeit, so dass auch nach mehreren Durchläufen nur wenig hängen bleibt. Das Album wirkt insgesamt leider etwas zerfahren. Auch mangelt es dem hauptamtlichen Sänger Benjamin immer wieder an dem nötigen Charisma. Er vermag mit seiner Stimme nicht wirklich zu fesseln. So wird der Gesamteindruck leicht getrübt. Doch die Band ist definitiv auf einem sehr guten Weg. Auch wenn die Ausführung noch nicht immer perfekt ist, haben sie doch ein eigenes Profil und eine Menge kreatives Potential. Man sollte die Band auf jeden Fall im Auge behalten. (rg)




