Akela - Orientation
Akela aus Lüdenscheid bestehen noch gar nicht lange und haben erst im letzten Sommer ihre erste Demo veröffentlicht. Doch die Truppe verfügt über genügend Erfahrung, welche die Mitglieder in Bands wie Dead Flesh Fashion und Having Trouble Breathing gesammelt haben. Ihr erstes Album „Orientation“ klingt dabei keineswegs wie ein Album einer Band, die sich erst noch orientieren muss. Im Gegenteil, die Jungs scheinen genau zu wissen was sie wollen und auch wie sie es umsetzen. Stilistisch ist die Band deutlich im Post-Hardcore angesiedelt und Vergleiche mit Bands wie Cult Of Luna, Breach, Neurosis und Isis sind durchaus zulässig. Allerdings steht die Band, die sich übrigens nach dem Wolf im Dschungelbuch benannt hat, auf eigenen Beinen. Der Sound ist vielschichtig, mal brutal, mal melodisch, mal verschroben, mal geradlinig. Das Spiel mit lauten und leisen Tönen, harmonischen und chaotischen Sounds klappt bestens und obwohl recht viel in den Songs passiert, wirken sie nie überfrachtet oder undurchsichtig. Die Band gibt sich immer vielseitig. Hier finden sich Rock´n Roll Einflüsse ebenso wieder wie Hardcore, Sludge und Ambient. Die Vocals sind meist recht brutal, doch es finden sich auch melodische Gesänge auf der Platte. Aber die Band kommt auch ohne Vocals aus, wie beispielsweise mit dem instrumentalen Track „East: Indifference“ eindrucksvoll bewiesen wird. Mit „Orientation“ haben Akela ein sehr reifes und spannendes Album veröffentlicht. Wer auf diesen Sound steht, sollte sich die Band nicht entgehen lassen. Die Erstauflage der Platte erscheint übrigens mit einem aufwendigen, handnummerierten Siebdruck Packaging. (rg)




