Infernaeon - Genisis To Nemisis
Infernaeon ist die Band von Brian Werner, der mal bei Monstrosity ausgeholfen hat und mit Infernaeon bereits 2007 ein Album veröffentlicht hat. Seitdem hat er fast die komplette Band ausgetauscht und an neuen Songs gearbeitet, die nun in Form des geistreich betitelten Werks „Genisis To Nemisis“ vorliegen. Stilistisch verbindet die Band aus Florida brutalen Death-Metal mit rotzigem Thrash und garniert das Ganze mit reichlich mystischen Keyboards. Im ersten Moment klingt das alles auch in der Tat ganz passabel. Die Band macht ordentlich Druck und die Keyboards bieten einen netten Zusatzaspekt. Ein paar Songs weiter wird dann aber leider schnell klar, dass die guten Songideen bei Infernaeon äußerst rar gesät sind. Die Keyboards kommen kaum über das hinaus, was man sich bei Dimmu Borgir im vorbeigehen abgeschaut hat, das Riffing wirkt stumpf, die Solos uninspiriert. Zudem haben die Songs meist eine recht hohe Spielzeit von 5-7 Minuten, was aufgrund der Ideenlosigkeit äußerst negativ zu Buche schlägt. Die Band kann zu keinem Zeitpunkt ein Feeling für gute Songs vermitteln. Es werden nur möglichst brutale oder mystische Sounds aneinander gereiht. Das klingt reichlich stumpf und auf Dauer langweilig. Auch das Cover von Metallicas „Creeping Death“ hätte man besser bleiben lassen sollen. Auch der Gastgesang von Gwar Frontmann Oderus Urungus kann den Karren nicht mehr aus dem Dreck ziehen. Schade. (rg)




