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Times Of Grace - Hymn Of A Broken Man

Label: Roadrunner Records  •  VÖ-Datum: 14.01.2011 •  Genre: Metal  •  Wertung:5,5 / 7

User-Wertung: keine  •  Januar 2011

Personelle Wechsel am Gesang sind oft schwierig. Insbesondere dann, wenn der scheidende Frontmann den Sound maßgeblich definiert hat. Selbst wenn ein gleichwertiger Ersatz gefunden wird, ist die Karriere der Band meist in eine Post- bzw. Pre-XY Phase geteilt. Beispiele sind Black Sabbath und Ozzy, AC/DC und Bon Scott, Sepultura und Max oder eben Killswitch Engage und Jesse Leach. Letzterer sang das Erfolgsalbum „Alive Or Just Breathing“ ein und gilt, obwohl die Band in Howard Jones einen großartigen Nachfolger gefunden hat, nach wie vor als DER Killswitch Engage Frontmann. Auch Killswitch Engage Mastermind Adam Dutkiewicz hat sich wohl gedacht, dass das Talent seines langjährigen Freundes schon viel zu lange brach liegt und mit ihm das Projekt Times Of Grace aus dem Boden gestampft. „Alive Or Just Breathing“ Jünger dürften also aufhorchen und eine gewisse Verwandtschaft ist nicht von der Hand zu weisen. „Hymn Of A Broken Man“ beinhaltet den charismatischen Gesang von Leach, sowohl seine gefühlvolle als auch brutale Seite, und natürlich auch das markante Gitarrenspiel von Adam D. Dennoch hat das Album einen sehr eigenen Charakter und ist keinesfalls Teil 2 des Erfolgsalbums. Die neuen Songs sind meist recht düster und gleichzeitig eher melodisch und zugänglich gehalten. Zwar gibt es Momente, in denen mal auf das Gaspedal gedrückt wird, die meiste Zeit hält man sich aber eher zurück. Auch ist der Anteil der harten Shouts eher niedrig und Leach bemüht eher seinen klaren Gesang. Viele Songs haben einen fast schon balladesken Charakter. Das führt zum einen dazu, dass die Songs zwar unter die Haut gehen und die Platte ein sehr eigenes Feeling bekommt. Andererseits mangelt es dem Album aber etwas an Drive. Man vermisst immer wieder den Arschtritt und hat nicht selten den Eindruck, dass die Platte nicht so recht in Gang kommt. Das macht die Band durch grandiose Melodien und fesselnde Gesangslinien wieder einigermaßen wett. Trotzdem würde man sich hier und da etwas mehr Durchschlagskraft wünschen. Insgesamt kann man dem Duo aber zu einem starken Album gratulieren, das sich kein Killswitch Engage Fan durch die Lappen gehen lassen darf. (rg)

2011-01-22 Helldriver Magazine Personelle Wechsel am Gesang sind oft schwierig. Insbesondere dann, wenn der scheidende Frontmann den Sound maßgeblich definiert hat. Selbst wenn ein gleichwertiger Ersatz gefunden wird, ist die Karriere der Band meist in eine Post- bzw. Pre-XY Phase geteilt. Beispiele sind

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(tatsächliches Album in der Vorschau kann vom Review abweichen. )

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