Maud - Maud
Maud aus München musizieren weit abseits der Norm. Das Trio bastelt aus Bass, Gitarre und Drums eine sehr eigenwillige Interpretation von Post-Rock. Das Ganze klingt recht wirr, aber gleichzeitig auch sehr direkt und energisch. Man pendelt irgendwie zwischen Jam-Session, Punk und Funk. Meist klingen die Songs eher minimalistisch, die Jungs drehen aber immer wieder auch ordentlich auf. Dann sind auch latente Vergleiche mit At The Drive-In oder Fugazi zulässig. Gesungen wird klar aber mit Druck, über weite Strecken kommen die Songs aber auch ohne Gesang aus. Der Sound ist sehr interessant und klingt erfrischend originell. Allerdings fehlen dem Album die echten Highlights. Kaum ein Song hat wirklich das Zeug dazu im Ohr hängen zu bleiben oder den Hörer irgendwie zu ergreifen. So verkommt das Ganze leider etwas zur Fahrstuhlmusik, die zwar ganz angenehm nebenbei läuft aber am Ende der Platte auch keine wirklichen Emotionen hinterlassen hat. Der Sound aus dem Hause blubox kann sich sehen lassen und klingt sehr transparent. Wer auf experimentellen Sound steht und es dabei nicht allzu heavy braucht, kann getrost ein Ohr riskieren. Für einen bleibenden Eindruck müssen die Jungs aber noch etwas mehr auftischen. (rg)




