Talco - La Cretina Commedia
Mit „La Cretina Commedia“ veröffentlichen die sechs Norditaliener aus Maghera ihr viertes Album. Nach dem Erscheinen des sehr erfolgreichen Vorgängers „Mazel Tov“ und 2 Jahre des intensiven Tourens zwischen Club und Festival erarbeiteten sie sich den Status vom Geheimtipp zur Live Sensation. Auf jeder Bühne wird ein Party Skapunk Feuerwerk gezündet und es gibt keine Sekunde Stillstand, weder auf der Bühne noch bei den begeisterten Fans vor der selbigen. Auch auf dieser Scheibe zeichnet sich ab, dass es live wohl kein Halten mehr geben wird und sie bleiben somit ihrer Linie treu. Die Patchanka Punks präsentieren erneut einen gewohnt gelungen Mix aus Ska, modernen Balkanbeats, Folklore und rasantem Punkrock. Als Referenzen und kaum überhörbare Einflüsse dürfen Mano Negra, Gogol Bordello und Ska P genannt werden, mit denen sie sich spätestens jetzt den Genrethron teilen. „La Cretina Commedia“ ist ein Konzeptalbum. Es erzählt die Geschichte vom Leben und von der Ermordung des italienischen Linkspolitikers und Mafia-Gegners Giuseppe Impastato. Die Songs bestechen größtenteils mit hohem Tempo, kaum überhörbare Spielfreude aller Beteiligten, besonders der oft dominanten Bläserfraktion. „Al Carneval“, La Parabola Dei Battagghi“, „Punta Raisi“ und „Correndo Solo“ gehen ab wie Schmidts Katze und eignen sich perfekt fürs Tanzvergnügen im nächsten Festivalsommer. Etwas exotisch ist „Ultima Età “, ein Duett mit Damengesang, welches sich aber gut zwischen den schnellen Stücken einfügt. Im letzten Drittel der Scheibe wird allgemein ein bisschen das Bremspedal gedrückt und die eine oder andere Ballade eingefügt. Für alle, die des italienischen nicht mächtig sind, wurden die Texte noch mal komplett auf Englisch ins Booklet gedruckt. Mit dieser Veröffentlichung werden Talco sicherlich weiter auf dem Vormarsch sein und bei der nächsten Livetanzsause neue Fans gewinnen. (jh)




