Madcult - 4 Reasons 4 Failure(s)
Madcult aus der Slovakei veröffentlichen mit dieser vier Track EP nach ihrer Demo aus dem Jahr 2008 ihr erstes professionelles Lebenszeichen. Aufgenommen wurde von Roland Grapow, der bereits für Helloween und Masterplan die Regler bewegt hat, und abgemischt hat John Mitchell, der bereits die Platten von Architects und Enter Shikari veredelt hat. Von der rein technischen Seite dürfte also nichts schief gehen. In der Tat klingen die Songs auch tatsächlich recht kraftvoll. Musikalisch bewegt sich die Band irgendwo zwischen Metalcore und Screamo. Einerseits recht flott und vom Punk beeinflusst, andererseits aber auch sehr brachial und derb. Der Sänger schreit sich in recht hohen Frequenzen die Seele aus dem Leib und die Instrumentalfraktion wartet neben massivem Riffing auch immer wieder mit progressiv anmutenden melodischen Ausschweifungen auf. Insgesamt ist alles recht anstrengend und leider oft auch undurchsichtig. Da wird das Gaspedal weit durchgedrückt, dann folgen ein Bass-Solo und hämmernde Riffs. Vieles klingt im Ansatz gut, wird dann aber nicht konsequent zu Ende geführt. So fehlt es der Platte nicht nur an einem roten Faden sondern auch an wirklich guten Songs. Schnell nutzt sich der Sound ab um man fühlt sich eher genervt als unterhalten. Schade, aus den Jungs kann was werden, allerdings sollte man noch etwas an den Songs feilen. (rg)




