Lavotchkin - Widow Country
Lavotchkin aus England haben bereits mit einer EP und diversen Split Beiträgen von sich hören gemacht. Jetzt erscheint ihre neue EP über das deutsche Klangverhältnisse Label. Die Band scheint stilistisch das Vermächtnis von Cursed aufzugreifen und vermengt es zusätzlich mit fiesen Einflüssen von The Hope Conspiracy, Botch und Breach. Das Ergebnis ist bitterböse Musik, die vor allem Schmerz transportiert. Es werden schwere Rock Riffs bemüht, surrende Noisecore Gitarren und rotzige Punk Attitüde gewürzt mit bösartigem Nihilismus aufgefahren. Die Songs sind ausnahmslos tonnenschwere Schläge in die Magengrube. Das bitterböse, leicht verzerrte Geschrei des Frontmanns passt perfekt zum erdigen, scheppernden aber dennoch kraftvollen Sound. Die sechs Songs auf der EP sind anstrengend, aber dennoch faszinierend und mitreißend. Hardcore ist „Widow Country“ zumindest musikalisch nur noch am Rande, und doch schafft es die Platte die Wut des Hardcores besser zu transportieren als die unzähligen immer gleich klingenden Bands im Hardcore Bereich. Lavotchkin sind seit längerem wieder eine wirklich heiße Band von der britischen Insel. Man darf auf ein volles Album gespannt sein. Wer es rau und bösartig mag, sollte sich diese EP besorgen. (rg)




