The Prosecution - Droll Stories
The Prosecution ist eine achtköpfige Truppe, die auf ihrer Debütscheibe „Droll Stories“ eine bunte Mischung aus Punkrock und Ska präsentiert. Skacore nennen sie diese sehr gelungen Mischung der Stile, die sie aus dem beschaulichen Abensberg in Niederbayern in den Rest der Republik tragen wollen. Ich würde sagen, die Chancen, dass diese vierzehn Songs erhört werden, stehen sehr gut. Die Bläserfraktion gibt ordentlich Gas und wechselt sich gekonnt mit den schnellen, punkigen Abschnitten ab, die durch den sehr rotzig klingenden Gesang unterstützt wird. Textlich werden typische Party- und Gesellschaftskritik-Themen verarbeitet. Ganz ordentliche Arbeit, aber nichts wirklich weltbewegendes. Durch die immer wiederkehrende, sehr gelungene Instrumentenarbeit wird dies aber unbedeutend gemacht. Nach dem eineinhalb-Minuten-Intro startet die Scheibe mit „Band Of Brothers“, welches zweifellos zu den Highlights zählt und die Richtung vorgibt wohin diese Skacore-Reise geht. Hier wird fein geblasen und gerotzt und dem Ska-Tanzbein keine Pause gegönnt. Das Tempo bleibt bei „The Wrong Track“ hoch und wird erst beim folgenden „Top Of The Pops“ etwas gebremst. „Pigs Might Fly“ gibt dann wieder Vollgas und ist eine astreine Punknummer, die sich als weiteres Highlight entpuppt. „Our Kind Of Art“ ist Party-Ska pur. Diese Abwechslung zieht sich durch die gesamte Scheibe und erlaubt zu keiner Zeit ruhiges Stehen oder Langeweile. Mit dem abschließenden Titel „The Spirit“, der größtenteils nur von einer Akustikgitarre unterstützt wird, schließen die Jungs die Skacoretanzparty ruhig, aber standesgemäß ab. Lange Rede kurzer Sinn, die Scheibe macht Spaß und kann guten Gewissens weiter empfohlen werden. (jh)




