Halford - IV - Made Of Metal
Man mag fast an eine Parodie glauben, wenn man sich Artwork, Albumtitel und Labelname mal auf der Zunge zergehen lässt – aber das ist wohl tatsächlich alles ernst gemeint so. Auch inhaltlich geht’s gerade so weiter, den Opener „Undisputed“ könnte man diplomatisch mit „einfach gestrickt“ bezeichnen und Songtitel wie „Thunder And Lightning“, „Fire And Ice“ und „Hell Razor“ klingen auch, als ob der Priester einfach 14 Mal die Klischee-Songtitelmaschine auf Zufall eingestellt hätte und sich dann die generierten Titel notiert hätte. Soundtechnisch könnte man beschönigend von Old-School sprechen, nach 2010 klingt das jedenfalls nicht. Und auch vom Songwriting her steckt da überraschend viel drin, was man in einem Werk (laut Titel) aus purem Metal eher nicht erwartet hätte. Bei „Fire And Ice“ wurde jedenfalls ordentlich Pop in den Refrain gebuttert und bei „Till The Day I Die“ klingt gar Country an. Das starke und ordentlich aggressive „The Mower“ macht zum Schluss noch mal etwas Boden gut. Und natürlich hat Halford auf ewig einen sicheren Platz in der Metal-Legendenhalle, seine Hauptband Judas Priest war unbestritten wichtig fürs Genre (und so wird bei „Speed Of Sound“ auch munter „Breaking The Law“ zitiert), aber dieses Album ist gerade mal solide, mehr nicht. (tj)




