Ghost - Opus Eponymous
Es ist schon äußerst interessant, was man sich bei Rise Above Records mit an Bord holt. Das eher doom-lastigere Label nimmt mit Ghost eine Band in ihre Reihen auf, die sich einer Mischung aus Heavy-Metal und melodischem Hard-Rock verschrieben hat. Doch diese Band ist darüber hinaus auch dadurch schon interessant, dass die Identitäten der Musiker nicht bekannt sind. Doch zurück zur musikalischen Seite von Ghost. Mir ist selten ein so vielschichtiges Album unter die Ohren gekommen. Zu den typischen Metal- und Rock-Einflüssen gesellt sich ein beeindruckendes Gespür dafür, auch Einflüsse aus der Popmusik einfließen zu lassen. Beste Beweise hierfür sind „Elizabeth“ und „Stand By Him“ (ratet mal, zu wem man hier stehen soll). Die Mixtur aus herrlichen und eingängigen Melodien und satanischer Dichtkunst, die schon in den 70er Jahren mit Bands wie COVEN und BLACK WIDOW als Gegenbewegung zur Flower Power-Bewegung aufkam, findet mit Ghost moderne und wahrlich würdige Nachfolger. „Opus Eponymous“ ist ein Seelenfänger, der mit Süßem lockt und verführt, denn erst wenn man sich intensiver mit den Texten befasst, erhascht man einen Blick in die tiefen und düsteren, ja sogar tiefschwarzen Abgründe dieser Langrille. Für mich ein absolutes Highlight! (jb)




