Agrypnie - 16[485]
Agrypnie bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch eine Abnormalität im Schlafverhalten, sprich Schlafstörungen. Diese muss der Bandgründer und ex-Nocte Obducta Frontmann Torsten Hirsch definitiv nicht haben. Zumindets nicht wegen der neuen Langrille von Agrypnie, einem ursprünglichen Solo-Projekt, das sich mittlerweile zur vollwertigen Band gemausert hat. Ähnlich wie beim Flaggschiff Nocte Obducta weiß man auch im Hause Agrypnie mit tiefsinnigen, melancholischen und ergreifenden Texten zu überzeugen. Zudem wird musikalisch ein wahres Feuerwerk abgefeuert. Voller Melodie, Härte und einer unglaublichen Eiseskälte sitzt der erste Schuss schon so perfekt, dass man von diesem Silberling kaum mehr loskommt. Doch vor allem die teilweise enorme Härte von „16[485]“ im Vergleich zu dem, was man von den Kollegen von Nocte Obducta gewohnt ist, steht der Band und dem Album äußerst gut zu Gesicht. Nicht nur, dass man sich dadurch von den ex-Kollegen differenziert und in gewisser Weise auch abhebt, auch wirken die Songs frisch und voller Spielfreude. Was „16[485]“ zudem noch gehörig Potenzial beschert, ist die enorme Tiefe der Songs, die sich erst nach dem einen oder anderen Durchlauf wirklich fassen lässt. Mit „16[485]“ ist Agrypnie ein solides und überzeugendes Album gelungen, das für Nocte Obducta Fans einen definitiven Pflichtkauf, für alle anderen Düster-Metal Verfechter eine lohnende Ergänzung zur Sammlung darstellt. (jb)




