Broken Records - Let Me Come Home
Schon 16 Monate nach dem fantastischen Vorgänger legen die Edinburgher nach. Von Schnellschuss kann hier aber nicht die Rede sein, der Faden des Vorgängers wird gekonnt aufgenommen und ebenso weitergesponnen; gerade der Opener „A Leaving Song“ schließt quasi nahtlos ans Debüt an. Das Sextett rückt aber etwas von der orchestralen Opulenz ab, es wirkt alles irgendwie erdiger und sie nähern sich somit der Essenz ihres Sounds: Breitwand-Indierock mit schottischem Folkeinschlag. Sie können aber auch eingängige Uptemo-Nummern schreiben, man höre nur „A Darkness Rises Up“. Aufgenommen wurde im Getreidespeicher einer alten Brennerei irgendwo im Nirgendwo der schottischen Highlands – das mag auch seinen Einfluss gehabt haben. Sänger Jamie Sutherland drückt den Songs, denen man eine gewisse Verwandtschaft zu Calexiko, Arcade Fire und Nick Cave anmerkt, seinen Stempel auf, wohlig-traurig aber doch mitreißend sind sie geworden und selbst das Artwork trifft diesen Ton genau. In der Summe nicht ganz so überzeugend wie das Debüt, aber immer noch ein tolles Album. (tj)




