All Ends - A Road To Depression
Gegründet wurde diese schwedische Formation ursprünglich von den beiden In Flames-Gitarristen Björn Gelotte und Jesper Strömblad. Ziel war ein Vehikel für eingängigeres, ja poppigeres Material zu präsentieren und ursprünglich war sogar Björns Schwester Emma eine der beiden Sängerinnen, aber mit dem zweiten Album zeigt sich die Band quasi runderneuert, die In Flames-Gitarristen sind nicht mehr an Bord, genauso wenig wie Emma. Das fällt zunächst aber gar nicht groß negativ auf, denn es ist – zumindest musikalisch – alles beim alten. Grooviges, sehr eingängiges Songmaterial mit zwei kräftig säuselnden Frauenstimmen, diversen modernen Soundspielereien und einer Topproduktion. Der zweite Song „Generation Disgrace“ ist ein veritabler Hit, der Beat stampft sich direkt in den Gehörgang und zum eingängig-poppigen Refrain sägt die Gitarrenwand schön. Über die gesamte Spielzeit verflacht das Material dann aber zunehmend, vieles klingt ähnlich gestrickt, zu berechenbar und seicht. Der Balladenanteil ist zudem auch recht hoch – wobei die Piano-Ballade „Nobody’s Story“ sehr gefühlvoll daherkommt. Das kurze und überraschend schnelle „Area 1(Hope&Fear)“ und der über sechsminütige Titelsong versuchen das Steuer qualitativ dann noch mal herumzureißen, aber so recht überzeugen will das alles nicht. (tj)




