Ichor - Benthic Horizon
Ichor aus Trier gründeten sich erst 2008, veröffentlichten 2009 ihren ersten Longplayer und legen jetzt schon den Nachfolger nach. Das Debüt zeigte schon das Potential der Band, ging aber in der Masse ähnlich gelagerter Bands und mangels echter Höhepunkte unter. In der Zwischenzeit hat sich offensichtlich einiges getan bei den Jungs. Statt wie auf dem Debüt trendiger Deathcore, wird jetzt lupenreiner Death-Metal mit Old-School Kante geboten. Die Songs wirken deutlich kompakter und auf den Punkt gespielt. In Punkto Brutalität hat sich die Truppe in keinster Weise zurück genommen. Das Gaspedal wird meist weit durchgedrückt und in den Momenten, wo es gelockert wird, hauen uns die Gitarristen messerscharfe Riffkeulen um die Ohren. Doch bei all der Härte finden sich immer wieder kleine Melodien, die keinesfalls den Druck mindern, aber doch für spannende Akzente sorgen. Insgesamt wirken die Songs eingängiger und sind mit Hooks versehen, die den Wiedererkennungswert hoch halten. Die kraftvollen Vocals von Frontmann Eric Kuhnen brauchen sich nicht hinter den großen Namen des Genres zu verstecken. Aufgenommen würde übrigens im Hertz Studio in Polen (Behemoth, Decapitated). Der Sound ist extrem druckvoll und unterstreicht das positive Gesamtbild weiter. Alles richtig gemacht, würde ich sagen. „Benthic Horizon“ ist eine absolut runde Sache, die jedem Freund brutaler Sounds wärmstens ans Herz gelegt sei. (rg)




