Mushroomhead - Beautiful Stories For Ugly Children
Das letzte mir bekannte Album von Mushroomhead war „XIII“ aus dem Jahr 2003. Die Platte konnte sich damals absolut sehen lassen. Nach einigen Umstrukturierungen im Lineup erschien 2006 das Album „Savior Sorrow“ was leider völlig an mir vorbei ging. Jetzt treten die Pilzköpfe wieder mit einem neuen Album an. Angesichts der Bandfotos, welche die Musiker maskiert zeigen, werden natürlich Erinnerungen an Slipknot wach. Musikalisch bewegen sich Mushroomhead jedoch in anderen Gefilden. Die Band ist deutlich weniger metallisch und orientiert sich eher an traditionellen Rock und Crossover Sounds. Im Vergleich mit „XIII“ wirken die neuen Songs einerseits zahmer aber auch verstörter. Zeichnete sich „XIII“ noch durch seine tiefen Riffings und pumpenden Grooves aus, ist davon auf dem neuen Werk nicht mehr viel zu hören. Die Parallelen zu Faith No More, die man damals noch ziehen konnte sind ebenfalls nicht mehr wiederzuerkennen. Stattdessen nehmen vertrackte und düstere Arrangements mehr Raum ein. Mushroomhead scheinen ein Stück weit eine neue Band zu sein, und in der Tat ist das Lineup heute deutlich anders. Unter anderem wurde der Mann am Mikro ausgetauscht. Das Riffing der neuen Songs klingt sehr viel steriler und statischer. Auch die Melodien der neuen Tracks können nicht mit dem alten Material mithalten. So erscheint „Beautiful Stories For Ugly Children“ stellenweise etwas einfallslos und es mangelt vor allem an Energie. Die Band scheint einfach nicht mehr dasselbe Feuer zu haben. Die Jungs ziehen zweifellos ihr eigenes Ding durch und Songs wie „Slaughterhouse Road“ können sich auch absolut sehen lassen. Insgesamt scheint bei Mushroomhead allerdings die Luft raus zu sein. Zu viele Füller und zu wenig Killer. „Beautiful Stories For Ugly Children“ ist somit leider eher eine Enttäuschung. Schade. (rg)




