Daath - Daath
Daath aus Atlanta veröffentlichten 2007 ihr Debüt das zwar ganz nett war, aber niemanden ernsthaft ausflippen lies. Ganz anders war da schon das deutlich stärkere zweite Album „The Concealers“, das einige Änderungen im Lineup mit sich brachte. Jetzt liegt das dritte Album vor und es stellt sich die Frage, ob die Band sich weiter steigern konnte. Um es gleich vorweg zu nehmen, nein, steigern konnte sich die Band leider nicht mehr. Im Gegenteil, das selbstbetitelte Drittwerk ist eher ein Schritt zurück. Woran liegt es? Schwer zu sagen, erst mal sind alle Zutaten da, die man für ein gutes Metal Album braucht. Das Riffing ist messerscharf, die Drums rotieren gnadenlos, eingeschobene Solos lassen keinen Grund zu Klagen und sämtliche Breaks und Moshparts sitzen. Trotzdem will die Platte auch nach mehreren Durchläufen nur bedingt zünden. Sicher bekommt man hier solides Material um die Rübe kreisen zu lassen, aber eben leider nicht mehr. Es fehlt das vielbeschworene gewisse Etwas. Die Songs sind allesamt sehr gleichförmig, die Vocals besitzen recht wenig Charisma und es wird scheinbar recht ziellos musiziert. Immer wieder wird versucht die Songs mit Melodien oder stilfremden Einschüben abwechslungsreich zu gestalten, doch wirkt das alles sehr zerhackt und wenig schlüssig. Dafür wirken die Tracks ziemlich überfrachtet. Schade, nach dem letzten Album hatte ich relativ hohe Erwartungen an die Truppe. Diese konnten leider nicht erfüllt werden. Den Newcomer Bonus hat man jetzt langsam aber sicher auch schon verspielt. (rg)




