Accept - Blood Of The Nations
Ein neues Accept-Album. Nach zehn Jahren. Ohne The German Tank Udo Dirkschneider. Ohne Udo Dirkschneider? Klingt erst mal nach 'ner sinnlosen Aktion á la Metallica ohne James Hetfield. Aber. Das Album kann richtig was! Zum einen liegt das an dem Mann am Mikro, Mark Tornillo. Man fragt sich, aus welchem Hut die Teutonenschmiede diese Stimme gezaubert haben, denn der Mann wär auch locker ein Thema für AC/DC. Zum anderen punktet hier neben dem souveränen Songmaterial die kraftvoll-moderne Produktion von Andy Sneap, den man ja nicht nur als ehemaligen Sabbat-Gitarrist sondern vor allem als kongenialen Produzenten von Machine Head, Megadeth, Exodus, Arch Enemy etc. kennt. Packende Riffs, tolle Soli, große Melodien und das alles auf den Punkt, die Band ist wahrlich zurück – und das ist gut so! In dieser Form sind sie eine echte Bereicherung der Szene. Selbst wenn sie wie etwa bei „The Abyss“ etwas vom Gas gehen, hat das alles noch Hand und Fuß. Abzüge in der B-Note gibt’s für textliche Plattitüden, die z.B. beim Titeltrack schon fast in Redneck-Regionen anzusiedeln sind. Auf der limitierten Ausgabe gibt’s 'nen weiteren Song als Bonus. (tj)




