Zora - Gore
Nach diversen Split-EPs, einem Demo und einer Mini-CD drängt das italienische Trio Zora nun erstmals mit einer Langrille auf den Markt. Das Album hört auf den Namen „Gore“ und eines wird schon nach den ersten Sekunden klar – hier ist der Name definitiv NICHT Programm. Statt Gore wird lediglich versucht, ein Album im Stil von US-Death-Metal Veteranen wie Cannibal Corpse abzuliefern. Leider gelingt das dem italienischen Trio Infernale nicht einmal bedingt. Im Grunde findet sich auf „Gore“ lediglich stupider Einheitsbrei, bei dem man am Anfang noch auf Besserung hofft, schon nach den ersten Songs aber eines Besseren belehrt wird. Dieser Silberling ist bespickt mit größtenteils einfallslosem Mid-Tempo Geknüppel, bei dessen Entstehungsprozess Abwechslung scheinbar ausverkauft war und leider mit keinerlei herausragenden Songs aufgewartet wird. Es ist wirklich schade und zugleich ziemlich enttäuschend, dass man nach einer immerhin sechsjährigen Bandhistorie nicht in der Lage ist, den Fans kreativeres Futter zu liefern. Bedingungslose Death-Metal Fanatiker können sicherlich ein Ohr riskieren, wer aber auf spannende Extremmusik mit gewissem Anspruch und Abwechslung steht, sollte hier tunlichst die Finger von lassen. (jb)




