Slechtvalk - A Forlorn Throne
Scheinbar waren unsere niederländischen Nachbarn einst Wikinger. Zumindest könnte man diesen Eindruck bekommen, sobald man sich den neuen Wutbrocken von Slechtvalk zu Gemüte führt. Das vierte Album in der immerhin bereits zehnjärigen Bandhistorie der Niederländer hört auf den Namen „A Forlorn Throne“ und hat es ordentlich in sich. Eiskalt, hasserfüllt und wütend zieht man in die Schlacht. Im Gegensatz zu vielen Genrekollegen sind es im Hause Slechtvalk vor allem die Einflüsse aus dem Black-Metal, die auf „A Forlorn Throne“ den Ton angeben. Gewaltig und brachial jagt eine Blastbeat-Salve die nächste. Unerbittlich wird alles niedergemetzelt, was sich dieser Meute in den Weg stellt. Die neun Songs, die es auf die Langrille geschafft haben, bieten mit einer Spielzeit von im Schnitt ca. 7 Minuten ordentlich was fürs Gehör. Dabei darf auch angemerkt werden, dass Slechtvalk nicht nur knüppeln, was das Zeug hält, sondern dann und wann auch melancholische, ruhige und selbst clean Gesungene Passagen in ihre Songs einweben. Diese geben „A Forlorn Thore“ eine mystische Tiefe, die in vollen Zügen genossen werden kann. Dieser Silberling macht wirklich eine Menge Spaß und überzeugt auf der ganzen Linie. Sowohl die Verfechter des Pagan- und Viking-Metals als auch Black-Metal Fans dürften hier voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Wirklich eine tolles Album. (jb)




