Dawn Of Ashes - The Genocide Chapters
Dawn Of Ashes aus Kalifornien bestehen seit 2001 und veröffentlichten bereits zwei Alben. Ursprünglich jedoch entstammt die Truppe aus dem EBM / Gothic / Industrial Umfeld, erst in letzter Zeit hat man sich durch Veränderungen im Lineup eher metallischen Klängen zugewandt. So haben die Jungs nun zwar einen Gitarristen und Bassisten in ihren Reihen, aber eben noch zwei Keyboarder und keinen festen Drummer. Das hat entsprechende Spuren im Sound hinterlassen. Orchestrale Keyboards spielen eine dominante Rolle im Sound und auch weitere elektronische Spielereien finden Einzug. Aber keine Angst, die Drums scheinen nicht aus dem Computer zu kommen, zumindest hört man es ihnen nicht an. Trotzdem ist der Sound, in dem natürlich auch fett bratende Riffs eine Rolle spielen, sehr eigen. Dawn Of Ashes klingen erfrischend anders und machen ihr eigenes Ding. Durch die röchelnden Vocals von Frontmann Kristof Bathory bekommt das Ganze einen schwarzmetallischen Anstrich, allerdings ohne die typische Raserei. In den Staaten spielt die Band gerade eine Tour mit Dimmu Borgir, was stilistisch sehr gut zusammen passt. Aber auch bei Slipknot hat man sich das eine oder andere Riff abgeschaut. Trotz der lobenswerten Eigenständigkeit kann „The Genocide Chapters“ nicht voll überzeugen. Die Songs kommen oft nicht so recht auf den Punkt und die Band wiederholt sich immer wieder. Es mangelt an den wirklich guten Ideen. Für ein gutes Album reicht es nicht, Riffs bei Slipkont und Keyboards bei Dimmu Borgir zu klauen. Kein Song der Platte sticht wirklich heraus. Alles bewegt sich im Mittelmaß. Die Grundidee der Band ist sicher ausbaufähig. Vielleicht müssen die Jungs erst mal mit ihrem neuen musikalischen Umfeld warm werden. (rg)




