The Absence - Enemy Unbound
The Absence veröffentlichten ihr Debüt 2005 über Metal Blade und legten 2007 ihr Zweitwerk nach. Jetzt liegt die wichtige dritte Platte der Band aus Florida vor. Die Jungs konnten sich nie durch besondere stilistische Merkmale vom Rest der Szene abheben. Das ist auch heute nicht der Fall. Die Amis spielen nach wie vor schwer schwedisch inspirierten melodischen Death-Metal. Irgendwo zwischen In Flames, Dark Tranquillity und Arch Enemy. Allerdings konnte die Band immer durch ihr hohes Qualitätsniveau überzeugen. Zwar schauen sich die Jungs fast alles bei anderen Bands ab, sie verstehen sich aber ungemein gut darauf, das Geklaute in stimmige Songs zu verpacken. In den neuen Songs gelingt das besser denn je. Das Album steckt voller cooler Melodien, griffigen Hooks und schweren Riffs. Frontmann Jamie Stuart verfügt über ein kraftvolles Organ und seine Stimme erinnert nicht selten an Dark Tranquillitys Mikael Stanne. Auch die Vocals tragen neben schönen Melodien ihren Teil zur hohen Eingängigkeit der Songs bei. Einmal mehr ist es aber hauptsächlich die starke Gitarrenarbeit mit der The Absence Punkte Sammeln. Tolle zweistimmige Melodien und Leads überzeugen ebenso wie die scharfen Riffs. Wer sich also an der mangelnden Eigenständigkeit der Band nicht stört, bekommt mit „Enemy Unbound“ ein rundum gelungenes, melodisches Death Metal Album geboten. (rg)




