Return To Earth - Automata
„Ein Kessel Buntes bitte, einen GROßEN Kessel Buntes!“ – so in etwa könnte eine Bestellung in einem Plattenladen aussehen, auf die ein informierter Kundenberater dann u.a. das zweite Album von Return To Earth über den Tresen reichen könnte. Wenn man die Besetzung des Trios checkt, dann überrascht ein Name in diesem Zusammenhang überhaupt nicht: Chris Pennie. Der Mainman der Formation ist ehemaliger Drummer von The Dillinger Escape Plan und aktuell sitzt er bei Coheed And Cambria auf dem Hocker hinter den Kesseln. Die 15 Tracks auf „Automata“ sind ganz gemäß den Gebrüdern Klitschko „schwäre“ Kost. Beim ersten Durchlauf dürfte es da bei den wenigsten Hörern klicken, aber hartnäckige Konsumenten werden so ca. ab dem vierten Mal belohnt, denn das Album kann was. Wer unbedingt Querverweise zu anderen Acts braucht, dem seien hier drei ganz große Namen vor den imaginären Latz geknallt: Nine Inch Nails, Mike Patton und Radiohead. Da trifft derbes Gebolze auf Bombast-Pop und Britpop, Punkrock wird ebenso tangiert wie Grunge-Alternative, experimentelle Elektronik und 80er-Jahre Metal. In Ron Scalzo hat die Band auch einen Sänger, der diese ganzen Styles perfekt intonieren kann, der sowohl in Sachen melodische Vocals, als auch bei aggressiven Passagen überzeugt und zudem viel Ausstrahlung in seine Parts legt. Dieser 50minütige Trip kommt zudem mit dem perfekten Coverartwork und der optimalen Produktion von Guns’n’Roses Bumblefoot daher. Leser mit breitem Horizont sollten sich das nicht entgehen lassen! (tj)




