Black Label Society - Order Of The Black
Zakk Is Bakk! Nach vier Jahren ohne eine Veröffentlichung legt der ehemalige Axeman des Madman mit „Order Of The Black“ das achte Album im Schaffen der Black Label Society vor. Die 14 Songs zeigen Zakk auf der Höhe seines Schaffens, er ist ja aus gesundheitlichen Gründen seit einiger Zeit trocken und das scheint eine gute Entscheidung gewesen zu sein. Nahezu jeder der 14 Songs ist überdurchschnittlich, gerade mal die Songs „Black Sunday“ und „Southern Dissolution“ könnte man als ganz strenger Betrachter als Füller werten – wobei das Album auch ohne sie ja noch ein Dutzend Tracks gehabt hätte… Ganze vier Songs im Reigen sind Pianoballaden; und das ist gut so! Denn wenn man mal bedenkt, dass Zakk bei Ozzy u.a. für dessen erfolgreichstes Album „No More tears“ die komplette Musik geschrieben hat und da eben auch Überballaden wie „Mama I’m Coming Home“ dabei waren, überrascht der balladeske Anteil nicht, und er enttäuscht vor allem nicht. „Darkest Days“ kann sich durchaus mit dem genannten „Mama I’m Coming Home“ messen! An der Gitarre macht dem Mann eh niemand was vor, ob mächtiges Riffing („Crazy Horse“, „Parade Of The Dead“) oder gefühlvolle Soloarbeit, da passt alles und jede gespielte Note macht Sinn und hat niemalsnicht irgendwas mit Geprotze zu tun. Aber auch gesanglich lässt das Album keine Wünsche offen, und zwar sowohl in den gefühlvollen wie den aggressiveren Passagen. Nach langen Jahren ist Craig „Louisiana Lightning“ Nunenmacher (u.a. Ex-Crowbar) leider nicht mehr an den Drums zu hören, er hat die Band wohl aus freien Stücken verlassen. Mit Will Hunt hat sich Zakk einen Profi ins Boot geholt, der ja auch bei Evanescence, Dark New Day, Skrape, Methods Of Mayhem usw. zu hören ist/war. Im direkten Vergleich zum aktuellen Ozzy-Werk „Scream“ hat „Order Of The Black“ dann doch deutlich die Nase vorn, man fragt sich wirklich, warum Ozzy Zakk geschasst hat – aber man nennt ihn ja wohl auch nicht umsonst den Madman! (tj)




